03.12.2016 - 09.12.2016



Redaktion: Kerstin Barton


        • Heroischer Tugendgrad für Verstorbene
        • Israel verschließt sich der Weltkirche
        • Neue Richtlinien für Priesterausbildung
        • Der Papst und die Medien


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            Vergangene Woche in den Medien:



            Heroischer Tugendgrad für Verstorbene

            Papst erkennt Verstorbene als Märtyrer an.

            Papst Franziskus hat in der vergangenen Woche 30 Verstorbenen den "heroischen Tugendgrad" zugesprochen oder sie als Märtyrer eingestuft. Zu ihnen gehört auch der katholische Geiszliche Stanley Rother. Dieser engagierte sich im Südwesten Guatemalas für Indigene, übersetzte sogar das Neue Testament in die Maya Sprache. 

            Trotz diverser Todesdrohungen blieb er in Guatemala, wo er im Zuge des Bürgerkrieges von rechten Millizionären ermordet wurde.

            Die Annerkennung des Martyriums ist Vorausssetzung für eine spätere Seligsprechung.

            Dazu:
            Heroischer Tugendgrad (domradio, 03.12.2016)


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            Israel verschließt sich der Weltkirche

            Angespanntes Verhältnis zwischen Israel und dem ÖRK

            Am Flughafen von Tel Aviv wurde der Generalsekretärin des Ökumenischen Rates der Kirchen die Einreise verweigert. Die Theologin aus Malawi wurde zunächst von den israelischen Sicherheitskräften festgenommen und verhört und anschließend ausgewiesen.

            Die Generalsekretärin sollte zusammen mit einer Delegation an der Beratung eines ökumenischen Friedenprogramms in Jerusalem teilnehmen. Der Ökumenische Rat der Kirchen engagiert sich seit Jahrzehnten für eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Palästinensern und Israelis.

            Es war jedoch nicht der erste Zwischenfall dieser Art. Bereits im Mai wurde eine Delegation, ähnlich wie die Generalsekretärin, am Flughafen festgenommen und an der Einreise gehindert.

            Dazu:
            Israel und der Weltkirchenrat (domradio, 06.12.2016)


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            Neue Richtlinien für Priesterausbildung

            Eine neue Richtlinie des Vatikans bestätigt den Auschluss von Homosexuellen vom Priesteramt

            Der Vatikan hat neue Richtlinien für die Priesterausbildung erlassen. „Das Geschenk der Priesterberufung“ heißt das Dokument, das die bisher gültigen Richtlininen von 1985 ersetzt.

            Zu den Neuerungen gehört, dass dem Thema Missbrauch größere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Schutz vor sexuellem Missbrauch soll künftig fester Bestandteil der Priesterausbildung sein.

            Praktizierende Homosexuelle sollen auch weiterhin vom Priesteramt ausgeschlossen werden. Das Dokument zitiert hierbei eine Regelung aus dem Jahr 2005.

            Die neuen Richtlininen zeigen sich jedoch auch aufgeschlossen. Frauen sollen an der Priesterausbildung an den Universitäten und der Zusammenarbeit beteiligt werden. Außerdem werden Kurse zum Thema Umweltschutz und Klimawandel vorgestellt. Angehende Priester sollen auch dazu ermuntert werden, soziale Medien zu nutzen, um Kontakte aufzubauen und die christliche Botschaft zu verkünden.

            Dazu:
            Vatikan verbietet Homosexuellen weiterhin die Priesterschaft(RP online, 08.12.2016)


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            Der Papst und die Medien

            Harsche Kritik vom Papst

            Papst Franziskus hat sich in einem Interview mit einer belgischen Wochenzeitung kritisch zur Skandalpresse geäußert. Er verurteilte die bewusste Verbreitung von Falschinformationen und bezeichnete die sogenannten Fake News als "das Schlimmste, was ein Medium anrichten kann."

            Auch für die Leser solcher Skandalmedien fand der Papst harte Worte. Die Menschen seien sehr anfällig für Koprophagie, hieß es von Seiten des Papstes. Dies nutzen einige Medien, um "Skandale und wiederliche Dinge zu verbreiten."

            Dazu:

            "Das Schlimmste, was ein Medium anrichten kann" (Zeit online, 08.12.2016)


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            Der kath.de Wochenkommentar



            Stille Post

            Ende September hatten mehrere Kardinäle in einem Brief an Papst Franziskus um Klärung bezüglich des Schreibens „Amoris Laetitia“ gebeten. Die Antwort blieb zunächst aus. Nun hat sich der italienische Jesuit Antonio Spadaro in die Debatte eingeschaltet und verkündet, der Papst habe schon geantwortet.

             

            Lesen Sie den vollständigen Kommentar von Julia Westendorff hier.


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