20.08.2016 - 26.08.2016



Redaktion: Dominique Humm


    • Papst schickt Vatikan-Feuerwehr zu Erdbeben
    • Lichtshow in Kölner Dom
    • Italienische Bischöfe gegen Burkini-Verbot
    • Drei Dombesetzer abgeschoben


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    Vergangene Woche in den Medien:



    Papst schickt Vatikan-Feuerwehr zu Erdbeben

    Papst Franziskus hat eine Truppe von sechs Feuerwehrmännern in die Erdbebenregion nach Mittelitalien entsandt. Franziskus zeigte sich tief erschüttert.

     

    Der Einsatz der 35 Mann starken Feuerwehr außerhalb des Vatikan-Staates ist selten. Zum ersten Mal wurde die Feuerwehr 2009 von Papst Benedikt XVI. zu einem Erdbeben in die Abbruzzen entsandt.

     

    Seit dem Beben ist auch der Bischof der Ortskirche mit seinen Priestern und Ordensfrauen im Einsatz. Zuerst bei der Suche nach Verschütteten. Zunehmend aber auch mit seelsorgendem Beistand. Viele haben Angehörige und ihre Bleibe verloren.

     

    Dazu:

    Papst schickt vatikanische Feuerwehr zur Hilfe (domradio, 25.08.2016)

    Erdbeben: Bischof und Vatikan-Leute helfen bei Suche nach Opfern (Radio Vatikan, 25.08.2016)

    Papst spricht Erdbeben-Opfern tiefes Mitgefühl aus (Süddeutsche Zeitung, 24.08.2016)


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    Lichtshow in Kölner Dom

    Zur Computerspiel-Messe "Gamescom" am vergangenen Wochenende hat das Kölner Domkapitel eine Laser- und Soundshow im Kölner Dom geboten.

     

    Zwischen 22 und 2 Uhr konnten die Besucher die sinnfällige Show genießen, die den Dom mit roten und blauen Laserinstallationen, ruhiger Elektro-Musik und Weihrauch-Orange Duft erfüllte. Bereits am ersten Abend kamen rund 12.000 Besucher.

     

    Kritiker meldeten sich zu Wort, dass der Dom zu einer "Jahrmarktbude" werde. Pastoraltheologe Matthias Sellmann, Initiator der Aktion, beschwichtigte, es seien nur Elemente aufgegriffen worden, die in der Kathedrale schon vorhanden seien.

     

    Dazu:

    Zwei Stunden warten, um in dieKirche zu gehen (Frankfurter Allgemeine, 20.08.2016)

    "SilentMOD" im Kölner Dom: "Würdig und geil" (kirchensite, 19.08.2016)


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    Italienische Bischöfe gegen Burkini-Verbot

    Angesichts der Burkini-Verbots Debatte in Frankreich hat sich der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz Bischof Nunzio Galantino gegen ein Verbot ausgesprochen.

     

    Die Angst vor diesem Kleidungsstück scheine instrumentalisiert zu werden. Galantino halte es für wichtig, die Gepflogenheiten anderer Religionen und Kulturen zu kennen und sie zu respektieren. So müsse jede Person das Recht haben, ihren Glauben auch in der Kleidung auszudrücken.

     

    Auch der Kanzler der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, der argentinische Kurienbischof Marcelo Sanchez Sorondo tritt gegen ein Burkini-Verbot ein. In den sozialen Netzwerken sorgte unterdessen ein Strand-Foto von Nonnen in Ordenstracht für Aufregung, welches ein Imam aus Florenz als Zeichen gegen das Burkini-Verbot gepostet hatte.

     

    Dazu:

    Burkini-Debatte in Italien (Frankfurter Allgemeine, 20.08.2016)

    Italien: Bischöfe gegen Burkini-Verbot (Radio Vatikan, 19.08.2016)


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    Drei Dombesetzer abgeschoben

    Das bayrische Innenministerium hat die Abschiebung von drei abgelehnten Asylbewerbern bekannt gegeben, die Teil der Besetzer des Regensburger Doms gewesen waren.

     

    Sie wurden mit weiteren 61 abgelehnten Asylbewerbern vom Münchner Flughafen in den Kosovo geflogen. Bekannt geworden war die Gruppe, als sie Anfang Juli mit rund 40 anderen Flüchtlingen den Regensburger Dom besetzten. Die Kritik richtete sich dabei gegen die Einstufung der Balkanländer als sichere Herkunftsländer, durch die ihnen die Abschiebung drohte.

     

    Aus Bayern wurden laut Innenministerium seit Anfang 2016 mehr als 2.200 Asylbewerber abgeschoben. Zudem haben rund 8.200 ausreisepflichtige Ausländer auf eigene Initiative hin das Land verlassen.

     

    Dazu:

    Nach Dombesetzung: Drei Asylbewerber abgeschoben  (TVA, 20.08.2016)

    Bayern schiebt drei Asylbewerber in den Kosovo ab (br24, 19.08.2016)


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    Der kath.de Wochenkommentar



     

    Zusammenarbeit trotz theologischer Unterschiede

     

    Durch seine Grußworte an die Waldenser und Methodisten, deren Synode am 26.08. in Turin beginnt, hat Papst Franziskus in den Medien für Erstaunen gesorgt. Der Pontifex sprach sich für eine gemeinsame Arbeit im Bereich Umweltschutz und Flüchtlingshelfen aus, aber nicht von einer gemeinsamen communio. In den vergangenen Monaten hat sich der Papst auch mit den Orthodoxen Christen über ein gemeinsames Vorgehen in der Flüchtlingskrise und dem Umweltschutz korrespondiert und Erklärungen unterzeichnet.

     

    Den vollständigen Kommentar von Alexander Radej finden Sie hier.


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