17.06.2017 - 23.06.2017



Redaktion: Lukas Ansorge


            • Merkel trifft Franziskus
            • Kardinäle bitten um Audienz
            • Marx wünscht sich mehr Frauen in Führungspositionen
            • Neuer Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften


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                      Vergangene Woche in den Medien:



                      Merkel trifft Franziskus

                      Zum vierten Mal wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel von Papst Franziskus zu einer Audienz empfangen.

                      Das Thema des 40-minütigen Gesprächs war der im Juli anstehende G-20-Gipfel, der in Hamburg ausgetragen wird.

                      Nach der Audienz unterstrich Merkel die Bedeutsamkeit von internationaler Zusammenarbeit und wandte sich gegen Abschottung. Franziskus habe sie ermutigt auf ihrem Weg weiterzugehen, so Merkel.

                      Versteckte Seitenhiebe führte der Papst gegen den US-Präsidenten Donald Trump, indem er Merkel riet sich für das Pariser Klimaabkommen und das Abreißen von Mauern einzusetzen.

                      Als Geschenk wurde der Bundeskanzlerin die Skulptur eines Olivenzweigs überreicht.

                      Dazu:
                      Beim Treffen im Vatikan ist Trump der unsichtbare Dritte (WELT, 17.06.2017)
                      Rückendeckung von ganz oben (tagesschau, 17.06.2017)


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                      Kardinäle bitten um Audienz

                      Die Gruppe der konservativen Kardinäle, die sich im vergangen Jahr mit der Bitte einer konkreten Auslegung seiner Ehelehre an Franziskus gewandt hatte, hat nun brieflich um eine Audienz gebeten.

                      In der Audienz solle es um die Auslegung der Enzyklika "Amoris laetita" und um "Verwirrung und Verirrung" gehen, die die Gruppe unter katholischen Geistlichen wahrnehme, so der Brief, den eine Zeitung und Blogs veröffentlicht hatten.

                      Im Hintergund der Debatte steht die Frage, ob wiederverheiratet Geschiedenen im Einzelfall ein Kommunionempfang erlaubt sein soll. Dem Brief nach habe das katholische Lehramt ein solches Verhalten nie gebilligt, welches aber inzwischen von einzelnen Bischofskonferenzen gestattet werde. Die Folge davon sei, dass derselbe Sachverhalt in Polen als Sünde und in Deutschland als gut gelte.

                      Dazu:
                      Papstkritische Kardinäle melden sich wieder zu Wort (ORF, 20.06.2017)
                      "Verwirrung und Orientierungslosigkeit" (SPIEGEL ONLINE, 20.06.2017)


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                      Marx wünscht sich mehr Frauen in Führungspositionen

                      Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat sich im Rahmen einer Gesprächsrunde für einen höheren Frauenanteil in kirchlichen Führungspositionen ausgesprochen.

                      Als Zielvorstellung nannte Marx eine Weltkirche, deren Spitze von Frauen und Männern aller Kulturen gebildet werde.
                      Den Verzicht auf die Begabungen der Frauen bezeichnete er als "verrückt" und "unvernünftig".
                      Die westliche Kirche müsse in einigen Punkten voranschreiten, so der Kardinal.

                      Wichtig sei es zu zeigen, dass in der katholischen Kirche nicht nur Männer die hohen Ämter ausüben. Frauen seien in der Geschichte oftmals vernachlässigt worden. Diesem Problem müsse man sich nun stellen.

                      In der oberen Leitungseben der deutschen Bistümer sind nach einer Studie 12,7 Prozent der Stellen mit Frauen besetzt.

                      Dazu:
                      Kardinal Marx will mehr Frauen in Führungsämtern (WELT, 22.06.2017)
                      Kardinal Marx für Frauenförderung in katholischer Kirche
                      (schwäbische, 22.06.2017)


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                      Neuer Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften

                      Papst Franziskus hat den Bonner Agrarwissenschaftler Joachim von Braun zum neuen Leiter der päpstlichen Akamdemie der Wissenschaften ernannt.

                      Zu seiner Ernannung befragt äußerte sich von Braun positiv. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den rund 80 Wissentschaftlern aus aller Welt.
                      Ein besonders wichtiges Bearbeitungsthema sei für ihn der Zusammenhang von Armut, Ungleichheit und Ungerechtigkeit in unserer Welt auf der einen sowie die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen auf der anderen Seite, so der Wissenschaftler.

                      Mitglied der Akademie ist Braun seit seiner Ernennung im Jahr 2012 durch Papst Benedikt XVI.. Sein Vorgänger im Amt war der Medizin-Nobelpreisträger Werner Arber.

                      Dazu:
                      Bonner Wissenschaftler wird Präsident der Päpstlichen Akademie
                      (General-Anzeiger, 22.06.2017)


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                      Der kath.de Wochenkommentar



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                      von Alexander Radej

                       

                      Papst Franziskus hat in seiner Ansprache an Fronleichnam in der Kirche Maria Maggiore die Hektik der modernen Gesellschaft angeprangert. Der Pontifex mahnt an, die Häufigkeit des Gebetes nimmt, aufgrund des rastlosen Lebensstils, ab. Der Mensch driftet somit immer stärker in einen anfänglichen Burn-Out ab, bis irgendwann Depressionen dazukommen, weil ihr Gleichgewicht zwischen Freizeit und Arbeit gestört ist.

                       

                      Lesen Sie den vollständigen Kommentar hier.


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